Staub zu Staub – so könnte man den derzeitigen Zustand auf dem Gelände der ehemaligen Schulsporthalle in Ailingen charakterisieren. Nach unzähligen Jahren des Seins, nach einer endlosen Zahl von Schülerinnen und Schülern, denen sie ein Dach über Sportveranstaltungen geboten hat, nach Jahren des treuen zur-Verfügung-Stehens für Vereine aller Art, ist sie nun abgebrochen.

Ihre Bestandteile, den Weg allen Kehrichts gehend, werden bald in allen Himmelsrichtungen verstreut sein. Aus ihrem Untergrunde wird eine neue, schönere, größere, moderne Halle entstehen, die wieder vielen Schülerinnen und Schülern, vielen Vereinen und Veranstaltungen dienen wird. Vergänglichkeit inmitten des Lebens, Vergänglichkeit inmitten wunderbarer Frühlingstage, in denen Neues entsteht. Ein erdender Anblick.

Vielleicht auch die Ruhe vor dem Sturm des Baulärms,
wenn sich die neue Halle, gleich einem Phönix,
aus dem Staub der ehemaligen, erheben wird.

Bis es soweit ist, darf sich die Rotachhalle als gastfreundlich erweisen – bis sie eines Tages auch den Weg aller Dinge gehen wird. Wir fühlen uns vor diesem Szenario an die unsterblichen Worte des Poeten Andreas Gryphius erinnert: „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“. Denken wir auch inmitten unseres Wohlstandes und unseres Strebens an die Menschen und die Dinge, die sekündlich vergehen. Selbst ein so profaner Vorgang, wie der Abriss eines ausgedienten Gebäudes, kann uns zum Denken anregen, zum Nachdenken inspirieren.