Am 29. Oktober sind die Klassen 10a und 10b mit ihren Geschichtslehrern Franziska Kley und Christian Bischofberger mit dem Bus zu einer nicht alltäglichen Geschichteexkursion aufgebrochen. Ziel war das ehemalige Konzentrationslager Dachau bei München. Das KZ Dachau ist heute eine Gedenkstätte für den nationalsozialistischen Terror von 1933-1945.

Dachau wurde bereits kurz nach der sog. „Machtübernahme“, auf dem Gelände einer ehemaligen Pulverfabrik, am 22. März 1933 durch die bayerische Landespolizei eröffnet. Am 10. April übernahm die SS Dachau als 1. staatliches KZ. Es diente in den 12 Jahren seines Bestehens als Modell für alle späteren Konzentrationslager und als „Schule der Gewalt“ für SS-Mitglieder. Bis zur Befreiung am 29. April 1945 durch 2 Divisionen der 7. US-Armee, waren über 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. Etwa 30.000 Häftlinge konnten befreit werden. Über 40.000 Menschen überlebten Dachau nicht.

Nach der Ankunft in der Gedenkstätte erfolgte zunächst eine gemeinsame Begehung des ehemaligen Lagerkomplexes. In einer der rekonstruierten Lagerbaracken erhielten die Schüler/innen einen ersten Eindruck über die „Lebensverhältnisse“ der Häftlinge. Der Weg über die ehemalige Lagerstraße, an den Fundamenten der ehemaligen Baracken entlang, verdeutlichte die Ausdehnung des Lagers. Besonders eindrücklich waren die Schrecken und der Terror des nationalsozialistischen Lagers am ehemaligen Galgenplatz, der Gaskammer, dem Krematorium, der ehemaligen Erschießungswand und dem sog. „Bunker“. Der „Bunker“ wurde u.a. für Isolationshaft und Lagerstrafen, z.B. in sog. „Stehzellen“ (70x70cm, für mehrere Tage!), genutzt.

Anschließend erkundeten die Schüler/innen die Ausstellung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude. Die Arbeitsaufträge dienten später als Grundlage für die Nachbereitung der Exkursion im Unterricht. Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau ist uns sehr wichtig. Der Besuch historischer Orte schafft besonders intensive Eindrücke, die im alltäglichen Unterricht so nur ansatzweise vermittelt werden können. Zum Nachdenken angeregt, schafft diese Exkursion vielleicht sogar sich des besonderen Wertes eines demokratischen Rechtsstaates und der Verantwortung seiner Staatsbürger bewusst zu machen.